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Immer wieder auf und nieder ...
Das Narrenschiff der Elefanten AG stand im 111., närrischen Jubiläumsjahr
unter vollen Segeln. Die Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltungen
liefen auf vollen Touren, der Frühschoppen am 11.11. war ein erster großer
Erfolg, was den Elferrat unter der Führung seines Präsidenten Ulrich
Blum äußerst motiviert hatte. Unser Ehrenelfer, Helmut Faßnacht,
hatte die Aktiven aus dem Elferrat, dem Kreis der Ehrenelefantinchen und Ehrenelfer
um sich geschart, die Proben liefen, als nach Beginn des Golfkrieges das „Aus“ für
die Fasnacht beschlossen wurde. Dies traf alle Narren und insbesondere die
Elefanten, welche zur gebührenden Feier ihres närrischen Jubiläums
angetreten waren, hart.
Sämtliche Veranstaltungen wurden abgesagt. Das Jubiläum war „ins
Wasser gefallen“.
Die Elefanten AG bewies danach "Dickhäuterqualitäten" und
ließ sich in den Folgejahren 112 bis 114 vom ausgefallenen Jubiläum
nicht beeinflussen, sondern feierte erfolgreich Fasnacht, um sich schon auf
das nächste besonders ereignisreiche Jahr 1995 vorzubereiten. Zuvor war
die närrische Freundschaft zum Narrengericht Stockach 100 Jahre, nach
dem die Elefanten Aktiengesellschaft ein Narrenprivilegium beim Narrengericht
hatte erwerben wollen, durch Ernennung des Narrenrichters zum Ehrenelefanten
und durch den Laufnarrenschlag zu Gunsten von sechs Elferräten bekräftigt
worden. In der 115. Saison präsentierte der Elferrat unter ihrem Programmchef
Wolfgang Rolle ein traditionelles Frühschoppenprogramm, das vom Südkurier
Konstanz mit dem Zitat: „Elefanten: Blühender Blödsinn, besinnliche
Bilder“ in der Überschrift hervorgehoben wurde. Die Elefanten eröffneten
außer dem traditionellen Fasnachtsprogramm eine Fasnachtsausstellung
in der Hauptfiliale der Sparkasse Konstanz, welche von Drei König bis
Aschermittwoch einen regen Besucherstrom, auch über Konstanz hinaus, auslöste.
Zusammenfassend betrachtet, war die 115. Saison ein kleiner Ersatz für
das ausgefallene närrische Jubiläum im Jahre 1991.
Die Euphorie kehrte sich im 116. Jahre in ihr Gegenteil, das Narrenschiff
geriet in schweres Wasser (1. Wende). Doch gerade in diesen Zeiten besannen
sich die Elferräte unter ihrem Vorstand Blum, Fund, Reichert und Ruppaner
mit kräftiger Unterstützung der Ehrenelferräte auf alte elefantöse
Qualitäten, nämlich Beständigkeit, Einfallsreichtum, Fleiß und
Durchhaltevermögen. Nachdem Ulrich Blum noch am 11.11.1996 als Präsident
festgestellt hatte „Die Elefanten kommen in die Jahre, eine Verjüngungskur
ist dringend nötig“, begann eine Umorientierungsphase. 1997 folgte
zwar ein bühnenmäßiger Tiefpunkt, der aber aus der Sicht der
Elefanten AG durch den Beginn und die Reorganisation über die Konstanzer
Straßenfasnacht ausgeglichen werden konnte. Bereits im 118. Jahr leisteten
die Elefanten (Karle-Maurer-Brunne) bereits einen großen Umzugsbeitrag,
als die Giraffen anläßlich ihres Jubiläums den Narrenumzug
in Wollmatingen einluden.
Frisch gestärkt aus diesem fasnächtlichen Umzugserfolg gingen die
Elefanten ihren fasnächtlichen Zielen im Saal und „uff de Gass“ weiter
nach. So konnte dem Elferrat, der sich 1995 noch aus überwiegend erfolgreichen,
altgedienten Elferräten zusammengesetzt hatte, eine deutliche „Verjüngungskur“ zugeführt
werden:
1995 konnte Stefan Kolb, 1996 Jürgen Kelm, mittlerweile Zunftmeister
der Konstanzer Altstadthexen, 1996 Markus Biehler, ein Enkel unseres Elferrates
Sepp Biehler, 2000 Christoph Poensgen und Andreas Graf, ein Enkel des Ehrenpräsidenten,
Hugo Graf, und Sohn des Ehrenelfers, Joachim Graf, 2002 Marcus Linn, Lorenz
Dietrich zum Elferrat ernannt werden. 2003 übernahm Michael Blum, ein
Sohn des Ehrenpräsidenten Ulrich Blum, die Benjaminskette als jüngster
Elferrat. Ausgangs des 124. Narrenjahres nach Papa Noppel konnte einerseits
der Elferrat mit jungen Saal- und Straßenfasnachtern angereichert werden
(2. Wende) und andererseits zeichnet sich im 125. Jahr eventuell eine weitere
Verjüngung, die Ernennung des derzeitigen Aspiranten *Joachim Schuhmacher
zum Elferrat, ab. Die vorliegende CD und unser Internetauftritt beweisen die
neuen Fasnachtsideen eindeutig!
Die Elefanten haben entgegen aller Unkenrufe eine „Doppelwende“ vollzogen!
Sie halten an den traditionellen Frühschoppen ebenso fest (der närrische
Frühschoppen am 11.11. wird am 11.11. um 11.11. Uhr gefeiert) und öffnen
sich Neuem und Neuen. Weiter feiern sie traditionell die Straßenfasnacht
mit hervorragenden Beiträgen, wie Elefanten-Cirkus AG, Karle-Maurer-Brunne,
Paradiesisches Konstanzer Verkehrschaos, Elefanten-Katamaran-Bau AG, als wandelnde
EUROS (€´s) und nicht zuletzt als lebendige Lenk-Brunne-Figuren
in der Fasnacht 2003/2004. Sämtliche Umzugswagen sind aus der Werkstatt
des Zimmermeisters und Elferrates, Markus Biehler.
Zeichen setzte auch der Wechsel in der obersten Führungsebene. Zum 11.11.2000
hatte der verdiente, jahrzehntelange (37 Jahre) Präsident der Elefanten
AG, Ulrich Blum, das Narrenzepter in die Hände seines Nachfolgers, Andreas
Graf, gelegt, der als „närrischer Sproß“ der Elefantenfamilie
Graf, langjähriger Zunftmeister der „Konstanzer Frichtle“,
nunmehr den Verein repräsentiert.
Mit ihm übernahm Hans-Peter Weber die Positionen des Programmchefs und
des Finanzdirektors, der mit großer Erfahrung, neuen närrischen
Ansätzen und vor allen Dingen seinem guten Kontakt zur Nachwuchsriege
wieder für volle Reihen in der Vortragsfasnacht sorgt.
Außer dieser Frischzellenkur lebt die Elefanten AG aus ihrer närrischen
Tradition.
Honarro
* Titel tragen an Fasnacht nur Narren
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